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Pharisäer (Getränk)
Hierzu nimmt man starken Kaffee, süßt ihn mit Würfelzucker, gibt 4 cl braunen Rum hinzu (Jamaika oder Jamaika-Verschnitt 54 %) und danach Schlagsahne drüber. Der Pharisäer wird nicht gerührt, sondern durch die Sahne getrunken; wer sich nicht an diese Tradition hält und das Getränk dennoch umrührt, "darf" anschließend eine Lokalrunde spendieren. Serviert wird in einem besonderen Pharisäer-Gedeck, einer hohen becherartigen Tasse mit Untertasse. Der Brauch will es, dass derjenige das Gedeck behalten kann, der acht Portionen schafft. Der Gastwirt kann dem natürlich durch rechtzeitige Erhöhung der Rumdosierung vorbeugen. 1981 gab es ein Gerichtsurteil, nach dem 2 cl Rum nicht ausreichend seien für einen “Pharisäer”.
Ob er aufgrund der immer heiterer werdenden Stimmung misstrauisch wurde oder aber versehentlich zum Pharisäer griff, ist nicht bekannt. Berühmt aber ist sein spontaner Vergleich mit Scheinheiligen früherer Zeiten: "Oh, ihr Pharisäer!" Und damit hatte das Nationalgetränk der Nordfriesen nicht nur seine Geschichte, sondern auch seinen Namen. Die Geschichte des Getränks wurde in den 1970er Jahren von der norddeutschen Musikgruppe Godewind auch in einem Lied mit dem Titel Pharisäer erzählt.
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