Gen-Kartoffel wird vorerst nicht kommerziell angebaut
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Die BASF-Genkartoffel Amflora wird frühestens im kommenden Jahr kommerziell angebaut. Da die Zulassung der EU-Kommission für die Kartoffel noch immer ausstehe, sei es für einen Anbau in diesem Jahr definitiv zu spät, sagte eine Sprecherin der BASF-Tochter Plant Science am Donnerstag. Sie sprach von einem „Ärgernis“. Es gebe keine wissenschaftlichen Gründe, die gegen eine Zulassung sprächen.
Potenzielle Anbaustandorte für die genveränderte Kartoffel sind nach wie vor Deutschland, Schweden und Tschechien. Die Kartoffel wurde gentechnisch so verändert, dass sie Vorteile bei der Produktion industriell genutzter Stärke bringen soll. Die BASF hat für Amflora die Zulassung für den kommerziellen Anbau sowie zur Nutzung als Futtermittel beantragt.
Beide Komplexe liegen bei der EU-Kommission zur Entscheidung, nachdem sich die EU-Agrarminister nicht mit der erforderlichen Mehrheit hatten einigen können.
Der Anbau genveränderter Pflanzen ist in der EU umstritten. Von einer
Zulassung als Futtermittel erhofft sich die BASF auch ein Signal, dass
Amflora für Mensch und Tier unbedenklich ist. Die Kartoffel soll aber
nicht auf den Tellern der Verbraucher landen, sondern in der
industriellen Produktion von Stärke, die dann zum Beispiel in Papier
verarbeitet wird, eingesetzt werden. Die BASF stützt sich in ihren
Anträgen auf eine positive Bewertung durch die Europäische Behörde für
Lebensmittelsicherheit. Diese habe wiederholt bestätigt, dass Amflora
genauso sicher für Mensch, Tier und Umwelt sei wie jede herkömmliche
Kartoffel.
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