Gemüse ist gekocht genauso gesund wie roh Parma
Gemüse ist gekocht genauso gesund wie roh Parma - Kochen schadet dem Gemüse weniger als bislang angenommen. Wie eine Studie italienischer Forscher zeigt, gehen die wertvollen Inhaltsstoffe des rohen Gemüses bei der Zubereitung nicht zwangsläufig verloren.
Um die jeweiligen Nährstoffe zu erhalten, müsse für jede Gemüsesorte eine eigene, optimale Zubereitungsart gewählt werden, schreiben die Wissenschaftler im "Journal of Agricultural and Food Chemistry". Für ihre Studien hatte das Team um Nicoletta Pellegrini an der Universität Parma die drei Gemüsesorten durch Kochen, Dämpfen und Braten zubereitet. Dann ermittelten sie den Gehalt von vier verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen in dem Gemüse: Carotinoide, Polyphenole, Glucosinolate und Vitamin C. Diese Substanzen wirken antioxidativ; sie schützen die Zellen und das Erbgut vor Schäden durch reaktionsfähige, schädliche Sauerstoffmoleküle, sogenannte freie Radikale. Daher werden Antioxidantien auch als Radikalenfänger bezeichnet.
Die Forscher bestimmten mit drei Messmethoden die antioxidative
Gesamtleistung. Das Ergebnis: Durch Kochen in heißem Wasser blieben in
allen drei Gemüsesorten die antioxidativen Substanzen am besten
erhalten, vor allem die Carotinoide. Bei Karotten und Zucchini wurde
darüber hinaus insbesondere das Vitamin C durch das Kochen geschützt.
Beim Dämpfen blieb die Konsistenz des Gemüses am besten erhalten, beim
Braten hingegen blieb das Gemüse knackig. Dass Karotten und Zucchini
beim Dämpfen viele Carotinoide verloren, führen die Forscher auf die
längere Zubereitungsdauer zurück. Dadurch seien empfindliche
Inhaltsstoffe Licht und Sauerstoff länger ausgesetzt.
Fazit: Durch das Kochen werden Zellwände aufgebrochen und die
Inhaltsstoffe besser zugänglich, antioxidative Substanzen freigesetzt
oder gar neu gebildet. Eine optimale Zubereitung verbessert die
Nährwertqualität von Gemüse. dpa
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