Woran Sie gutes Olivenöl erkennen – ein Leitfaden

Olivenöl und Wein haben eine Menge gemeinsam, denn beide verbindet eine jahrtausendealte Anbaukultur im Mittelmeerraum. Auch hier wird nach Sorten und Anbaugebieten entschieden. Ob zum Kochen, für Salate, Marinaden oder Desserts – Olivenöl ist ein Klassiker in der gehobenen Küche und aus der Feinkost nicht mehr wegzudenken. Mit ein paar Tipps lässt sich hochwertige Ware sofort erkennen.

Entscheidungskriterien beim Olivenölkauf für Feinschmecker

Die Olivenbäume nehmen auf jedem Terrain unterschiedliche Mineralien auf, die den Geschmack der Frucht ebenso beeinflussen wie klimatische Bedingungen. „Nativ extra“ ist die Etikettierung, auf die der Feinschmecker achten muss. Wichtig ist der Zusatz „mit ausschließlich mechanischen Verfahren gewonnen“. Herkunft und Olivensorten müssen angegeben sein.

Eine Mischung muss nicht schlechter sein als ein sortenreines Öl, das als geschmacksintensiv gilt. Der Vermerk „abgefüllt in“ bietet keine Garantie, Olivenöl aus einer bestimmten Region zu erhalten, hier sind „geschützte Ursprungsbezeichnung“ oder „geschützte geografische Angabe“ der verlässlichere Hinweis. Bioware ist generell hochwertiger, hier kann man sicher sein, dass nachhaltige Anbau-und Produktionsstandards angewendet werden. Olivenöl muss frisch schmecken. Die Geschmacksnoten können von Pfeffer über Banane bis hin zu Mandel reichen. Mildes Olivenöl wird aus sehr reifen Früchten gewonnen und kann in Desserts verwendet werden. Das intensive Aroma noch grün geernteter Oliven eignet sich zum Kochen und Braten. Zu Gegrillten darf das Bouquet gerne bitter sein. Oft sind auf dem Etikett die Geschmacksnoten angegeben.

In der Kategorie „nativ extra“ darf der Säuregrad 0.8 % nicht überschreiten. Der exakte Wert muss auf der Flasche ausgeschrieben sein. Ein Olivenöl der Spitzenklasse sollte innerhalb von vier Stunden nach der Ernte in der Mühle gepresst werden. Entscheidend ist die Presstemperatur. Sie darf bei kalt gepressten Ölen 33 Grad nicht übersteigen, sonst leiden Inhalts-und Aromastoffe. Gutes Olivenöl hat seinen Preis, unter einem Literpreis von zehn Euro ist in der Regel keine erstklassische Qualität zu finden, bei Spitzenölen kann der Literpreis durchaus 100 Euro und mehr betragen.

Gourmets schätzen die traditionelle Glasflasche. Bei Plastikflaschen können sich gesundheitsschädliche Weichmacher lösen. Olivenöl kauft man am besten beim Fachhändler, hier bestehen oft langjährige Beziehungen zu den Händlern im Anbaugebiet.

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