| Rottaler Weinbergschnecken kommen auf die Wellness-Speisekarte |
|
|
|
Weinbergschnecken zählen zum Inbegriff der französischen Küche. Die mittelalterliche Fastenspeise - weder Fleisch noch Fisch - hält neuerdings in der Region von Weißbier und Herbstmilch Einzug in das Schmankerl-Rezeptbuch: "Das zarte Fleisch der helix pomatia ist eine Fitness-Delikatesse, die sich mit vielen Speisen variieren läßt", sagt Thomas Lenk (43), Küchenmeister im Hotel Mürz. 100 Gramm Schnecken enthalten nach Angaben des Gourmet-Kochs für gesunde Ernährung rund 80,5 Kalorien und nur 1,7 Prozent Fett. Als Vorspeise des Schnecken-Menüs gibt es Kartoffel-Schneckentürmchen in Knoblauch-Petersilienschaum, als Suppe eine klare Gemüsesuppe mit Schneckenstrudelscheiben. Beim Hauptgericht können die Gäste zwischen Zander mit Schnecken-Kräuterhaube oder Schweinefilet mit Schnecken-Serviettenknödel in Weißbierjus wählen. Schon die alten Römer liebten die Schalentiere. Im niederbayerischen Rottal erleben die Weinbergschnecken - weit abseits von Weinbergen - eine Renaissance. Im August 2005 hat Heinz Hohenthaner (49) aus Pfarrkirchen (Kreis Rottal-Inn) begonnen, auf seiner "Rottaler Schneckenfarm" im größeren Stil die Kriechtiere zu züchten. In Europa werden nach Expertenschätzung jährlich rund 100.000 Tonnen (eine Tonne entspricht 50.000 Tiere), in Deutschland rund 7.000 Tonnen verzehrt.
|
|||||||||||
| < zurück | weiter > |
|---|




