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Mittwoch, 7. Januar 2009
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Delikatesse

Als Delikatesse (frz. délicieux "zart", "fein", délicatesse "Feinheit", "Subtilität") bezeichnet man im Deutschen seit dem späten 16. Jahrhundert alle erlesene Dinge, die einen besonderen Lebensgenuss bieten.

 


Ursprüngliche Bedeutung

Zunächst bezog "Delicatesse" sich auf die ästhetischen Einflüsse der französischen Kultur während des Absolutismus, die für Deutschland ein Vorbild darstellten. So wurde dem Lehnwort von den Sprachgesellschaften des Barock auch zunächst die Prägung "Zartgefühl" gegenübergestellt.

Etwas "mit Delikatesse" zu betreiben, hatte auch die Bedeutung, es mit Zartsinn zu behandeln.


Spracheinengung auf Lebensmittel

 

Im heutigen Sprachgebrauch sind Delikatessen Speisen und Getränke, die durch einen besonderen Wohlgeschmack erfreuen, so genannte "Gaumenkitzel" oder "Leckereien". Obwohl die Delikatesse bis auf wenige Ausnahmen wie Austern, Kaviar oder geriebene Trüffeln eigentlich eine Leistung der Kochkunst ist, gelten zunehmend nur noch luxuriöse und entsprechend kostspielige Nahrungs- und Genussmittel als Delikatessen.


Delikatessen im Wandel der Zeit


Dabei ist die Auffassung, was eine Delikatesse ist, zunehmend Trends unterworfen, die auch historische und außereuropäische Essgewohnheiten einbeziehen. So waren viele auf Steinpilzen und Pfifferlingen oder auf dem Hering basierende Gerichte lange Zeit ein Arme-Leute-Essen und sind heute auf Grund ihres Geschmacks zu Delikatessen avanciert.

 

 
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