Arabica-Kaffee
Arabica-Kaffee
Arabica-Kaffee, (Coffea arabica), auch Bergkaffee, ist die wirtschaftlich bedeutendste Art der Gattung Kaffee (Coffea).
Beschreibung
Die Pflanze ist ein knapp 8 m hoch wachsender, reich beblätterter Baum. Aus den weißen Blüten bilden sich die Kaffeekirschen, in reifem Zustand meist rot gefärbte Steinfrüchte.
Verbreitung
Ursprünglich aus Äthiopien stammend, wird er heute in zahlreichen tropischen und subtropischen Ländern (vor allem in Brasilien) in vielen Sorten angebaut.
Geschichte
Es wird berichtet, dass im Jemen eine Schar von Eremiten, die sich von Landwirtschaft und Viehzucht ernährten, beobachtete, wie ihre Ziegen, sobald sie bestimmte Blätter und Samen von einem immergrünen Strauch fraßen, von Unruhe und Schlaflosigkeit befallen wurden. So kam es, dass die Mönche diese Pflanze als Nahrungsmittel und Getränk benutzten, um ihre Vigilien zu verlängern. Die Gewohnheit des damals "Arabischer Kaffee" genannten anregenden Getränks, verbreitete sich bei den Ägyptern und später bei den Türken. Tatsächlich wurde das alte Jemen im 16. Jahrhundert von den Äthiopiern, später von den Persern und Arabern und schließlich von den Türken erobert.
Nach der indonesischen Insel Java wird Arabica-Kaffee auch "Java-Bohne" genannt, in den USA wird daher starker, gebrühter Kaffee umgangssprachlich Java genannt. 1995 wurde die Sorte so zum Namensgeber der Programmiersprache Java, deren Entwickler Kaffee dieser Bezeichnung bevorzugten.
Verwendung
Kaffee ist eines der weltweit am meisten verbreiteten Getränke. Arabica gilt als die hochwertigste Bohne und wird daher im Anbau bevorzugt, sie wird heutzutage für Exportzwecke in den meisten tropischen Ländern in kleinen Plantagen angebaut; im Gegensatz zur hitzebeständigeren und schneller wachsenden Kaffesorte Robusta zeichnet sich Arabica durch edleren Geschmack und deutlich geringeren Koffeingehalt aus. Hauptabnehmer sind die Länder gemäßigter Zonen. Kaffee gilt weltweit als eines der Haupthandelsgüter und bildet in manchen Erzeugerländern die Grundlage der einheimischen Wirtschaft.
Die Weltkaffeeproduktion belief sich im Jahr 2001 auf 7,3 Mio t, davon entfielen auf:
Brasilien 1,772 Mio t
Vietnam 0,900 Mio t
Kolumbien 0,700 Mio t
Weitere wichtige Kaffeeproduzenten sind Indonesien, Côte d'Ivoire, Mexiko, Indien, Guatemala, Äthiopien, Uganda, Costa Rica, Honduras, Peru, El Salvador.
Brasilianische Biologen haben äthiopische Kaffeepflanzen gefunden, die von Natur aus wenig Koffein enthalten. Während Bohnen des herkömmlichem Kaffee Arabica 12 Milligramm Koffein pro Gramm Trockengewicht enthalten, haben die koffeinarmen Bohnen lediglich 0,76 Milligramm pro Gramm. Durch die Verwendung dieser Pflanzen können industrieübliche Entkoffeinierungsverfahren vermieden werden. Medizinische Verwendung findet die Kaffeekohle, unter anderem bei Durchfallerkrankungen.
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